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18.11.2017 : 18:30

Berlin: Sozialamt bezuschusst jede 10. Bestattung

Im Jahr 2006 haben die Berliner Sozialämter jede 10. Bestattung oder insgesamt 2.600 Begräbnisse bezahlt. Mit insgesamt 2,5 Millionen Euro ist damit ein neuer Höchststand erreicht. Das ist eine Steigerung von mehr als zehn Prozent gegenüber 2005. Im Jahr 2001 betrug diese Summe mit 1,1 Millionen Euro nicht einmal die Hälfte. Dies geht aus einer Antwort der Senatsverwaltung für Soziales auf eine Kleine Anfrage der CDU-Fraktion im Abgeordnetenhaus hervor. Der Grund für diesen eklatanten Anstieg dürfte der Wegfall des gesetzlichen Sterbegeldes sein, das seit Januar 2005 nicht mehr ausgezahlt wird.

Seitdem ist die Zahl der Bedürftigen, die nicht in der Lage sind, die Bestattung ihrer Angehörigen zu bezahlen, sprunghaft angestiegen.

Rüdiger Kußerow, Träger des Markenzeichens des Verbandes Deutscher Bestatter und Obermeister der Berliner Bestatterinnung, meint, die von den Sozialämtern an die Bestatter gezahlten 750 Euro würden für eine schlichte Bestattung reichen. Die Bestatter sähen diese Aufträge auch als sozialen Dienst an. Im Übrigen würden die Sozialbestattungen immer mehr, weil viele Angehörige in Berlin Hartz-IV-Empfänger seien.

15.08.2007 12:54 Alter: 10 Jahre