Sie sind jetzt hier: Startseite
18.11.2017 : 18:27

"Friedwald" in Dudenhofen geplant

Wie die Wormser Zeitung berichtet, ist für das Frühjahr 2008 in Dudenhofen im Rhein-Pfalz-Kreis ein weiterer „Friedwald“ geplant. Die Idee der Bestattung unter Bäumen in "Friedwäldern" oder "Ruheforsten" ist in Deutschland nach anfänglichen, zum Teil hitzigen Debatten nicht mehr neu.

Friedwald Bestattung unter Bäumen

Wie die Wormser Zeitung berichtet, ist für das Frühjahr 2008 in Dudenhofen im Rhein-Pfalz-Kreis ein weiterer „Friedwald“ geplant. Die Idee der Bestattung unter Bäumen in "Friedwäldern" oder "Ruheforsten" ist in Deutschland nach anfänglichen, zum Teil hitzigen Debatten nicht mehr neu.

Die naturnahe Form der letzten Ruhe ist akzeptiert, auch von den Kirchen - und nicht nur das. Immer mehr Angehörige und auch Menschen, die selbst vorsorgen wollen, fragen nach Plätzen. Ein ähnliches Konzept der Naturbestattung bietet die Firma "RuheForst" mit Sitz im Odenwald bereits in Bad Dürkheim, im südpfälzischen Wilgartswiesen, in Hümmel in der Eifel, Niederhosenbach im Hunsrück und im Saarland in Losheim am See an. Anders als die Konkurrenz spricht die RuheForst GmbH, die auch ein Kreuzsymbol im Logo hat, von "Biotopen" - das heißt, man kann sich auch an Baumgruppen bestatten lassen.

Rund 50 Interessenten haben sich bereits für den Friedwald bei Dudenhofen vormerken lassen. Bundesweit gibt es 19 Friedwälder der FriedWald GmbH, 17 in den alten und zwei in den neuen Bundesländern.

Einer der letzten Angehörigen, die eine Bestattung in einem Friedwald in Auftrag gegeben haben, ist der Liedermacher Reinhard Mey. Er meint zur Beisetzung seines Schwiegervaters: „Es ist tröstlich, ihn dort im FriedWald zu wissen, in der Natur, in freier Flur bei den Bäumen, die er so liebte. Es ist kein Verdrängen des Todes, es ist vielmehr die bewußte Auseinandersetzung mit ihm, der freie Entschluß, ihn anzunehmen und diese Heimkehr in den ewigen Kreislauf der Natur zu wählen.“

Bei Bestattungen in Friedwäldern oder Ruheforsten wird die Asche Verstorbener an den Wurzeln eines Baumes in einer Urne beigesetzt, der Wald wird als Friedwald ausgewiesen und bleibt in kommunaler Trägerschaft. Die Bestattungskosten liegen in etwa bei den Kosten einer herkömmlichen Urnenbestattung, doch entfallen Folgekosten für Grabgestaltung und -pflege.

24.07.2007 09:38 Alter: 10 Jahre