Sie sind jetzt hier: Startseite
18.11.2017 : 18:19

Zur Krankensalbung

Im Volksmund wird die Krankensalbung auch letzte Ölung genannt, so hieß sie früher auch offiziell. Sie ist ein Sakrament der katholischen und der orthodoxen Kirche.

Evangelisch-Freikirchliche Gemeinden praktizieren die Krankensalbung als "Ältestendienst nach Jakobus 5". Auch die lutherische Kirche sieht für die Krankenseelsorge wieder eine Salbung vor, die jedoch nicht als Sakrament verstanden wird.

Wie alle sakramentalen Handlungen ist die Krankensalbung ein Mittel der Stärkung und soll auch der Ermutigung dienen. In der katholischen Religion soll die Krankensalbung nach der Beichte empfangen werden. Sie gibt nach katholischem Glauben bei schwerer Erkrankung Anteil am Heiligen Geist und der Gemeinschaft mit dem Kreuz Jesu Christi.

Gesalbt werden die Stirn und die Hände des Erkrankten. Während der Salbung spricht der Priester die sog. Spendeformel: "Durch diese heilige Salbung helfe Dir der Herr in seinem reichen Erbarmen, er stehe Dir bei mit der Kraft des Heiligen Geistes: Der Herr, der Dich von Sünden befreit, rette Dich, in seiner Gnade richte er Dich auf!"

Das zur Salbung verwendete Krankenöl wird jedes Jahr in der Chrisammesse am Morgen des Gründonnerstages oder an einem früheren Tag in der Karwoche vom Bischoff geweiht und dann an die Pfarreien gegeben, wo es zu Beginn der Gründonnerstagsmesse feierlich in die Kirche hineingetragen wird.

Dieses Sakrament wird heute in der Regel durch den zuständigen Ortspfarrer gespendet. In letzter Zeit wird immer häufiger gefordert, dass auch Diakone oder Laien die Berechtigung zur Spendung der Krankensalbung erhalten sollten.

08.08.2007 18:54 Alter: 10 Jahre