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Bestattungspredigt - Was hilft wirklich?
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Autor:  Fessus [ 16.05.2007, 08:51 ]
Betreff des Beitrags:  Bestattungspredigt - Was hilft wirklich?

Hallo an alle in diesem Forum.
Ich befinde mich derzeit in einem Studium als Berater und befasse mich im Zusammenhang mit Trauerberatung/-begleitung mit der Wirkung der Bestatungspredigt/-rede.
Können Sie mir aus eigener Erfahrung sagen, was Sie als wirklich hilfreich empfunden haben?
Was hat getröstet? Was hat gut getan? Was kam bei Ihnen von der Predigt/Rede an? Kam überhaupt etwas an?
Welchen Rat würden Sie einem Pfarrer geben, der eine Bestattungspredigt zu halten hat? Worauf muss er achten?

Ich würde mich freuen, von Ihnen lesen zu können und danke Ihnen für Ihre Mithilfe.

Autor:  Hexe [ 13.09.2007, 16:31 ]
Betreff des Beitrags:  Nix hilft.

Hallo Fessus!
Deine Arbeit hört sich interessant an. Brauchst Du jetzt noch Hilfe (der Text ist von 05/2007!)?
Ich habe noch nicht viele derartige Predigten und Reden gehört, aber eigentlich kann nichts über den momentanen Schmerz hinweg helfen, weil der Verlust einfach zu groß ist. Erst später kommt man zu der Einsicht, dass die Zeit, die man mit der verstorbenen Person hatte, doch wichtig war und zu gewisser Dankbarkeit veranlasst.

LG Hexe

Autor:  Junimond [ 14.09.2007, 13:04 ]
Betreff des Beitrags: 

Hallo,

für mich war ganz klar, dass ich es nicht ertragen hätte, wenn jemand, der meinen Mann überhaupt nicht kannte, die Rede gehalten hätte. So habe ich seinen besten Freund gebeten, diese Rede zu halten.

Was hilft den Trauernden wirklich? Wenn man ihnen zuhört, Mitgefühl zeigen und bekunden kann. Das kann auch der Bestatter sein, der die Formalitäten erledigt, die zu einer Bestattung gehören. Und dass die Wünsche der Hinterbliebenen beachtet und nach Möglichkeit erfüllt werden.

Die Dame, die meine Dinge in dieser Hinsicht erledigt hat, hat mir mit Rat und Tat zur Seite gestanden. Sie hat dafür gesorgt, dass ich nach einer sehr ärgerlichen Panne (die ein vollkommen gefühlloser Angestellter verursacht hatte), meinen Mann noch einmal in der Kleidung sehen konnte, die ich mitgeschickt habe. Und bei der Bestattung hat sie dafür gesorgt, dass auf meinen Wunsch hin die Beileidsbezeugungen am Grab unterblieben.

Sabine

Autor:  Erbse [ 15.09.2007, 09:39 ]
Betreff des Beitrags: 

Der schlimmste Fehler, der in einer Trauerrede passieren kann, ist wenn man nicht erwähnt wird als Enkelin oder andere Familienangehörige. Das tut weh. Ich kann zwar verstehen, wie so was passieren kann, Pastoren sind ja auch nur Menschen und können Fehler machen, aber das tut trotzdem weh und gibt einen Stich.

Autor:  Andi [ 24.01.2008, 11:59 ]
Betreff des Beitrags: 

Da kann ich Erbse nur zustimmen.. das tut sehr weh wenn man nicht erwähnt wird. Das ist so als ob man nicht verabschiedet wird.

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