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 Betreff des Beitrags: was mache ich mit meinem Kind...
BeitragVerfasst: 14.06.2007, 11:03 
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vor einer woche ist mein Mann verstorben. Mein Sohn leidet genauso wie ich, aber ich schaffe es einfach nicht, mich um ihn zu kümmern. Ich bin so fix und fertig dass ich nicht weiss was wird, was werden soll. Ich bin kurz davor, auszuticken denke ich manchmal. Aber dann bin ich wieder ganz klar und vernünftig wie jetzt, wo ich hier schreibe mit meinem Sohn auf dem Schoß.

Ich kann nicht mehr und weiss nicht mehr weiter...


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BeitragVerfasst: 14.06.2007, 16:53 
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Es tut mir so leid für Dich und ich hoffe, dass Du bald wieder die Übersicht kriegst und vielleicht auch eine Ruhe, die Dinge angehen zu können, die einfach sein müssen. Kannst Du keine Hilfe bekommen? Die Eltern Deines Mannes, Deine Eltern, Nachbar, Vereinsfreunde, Arbeitskollegen, Kirchenmitglieder? In so einem akuten Trauerfall ist jede Hilfe vonnöten, das weiss ich nur zu gut.

Es muss doch möglich sein, so kurz nach einem Todesfall Hilfe zu bekommen! Ich hoffe, Du schaffst das!


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BeitragVerfasst: 15.06.2007, 11:27 
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Schrei, nur die wenigsten werden Deinen Schmerz verstehen - niemand kann ihn ertragen.
Meine Mutter ist damals, als sie ihren Mann verloren hatte - meinen Vater - in eine stationäre Therapie gegangen - und das war wohl eine der besten Entscheidungen ihres und meines Lebens. Es hat ihr geholfen und mir auch. Nach drei Wochen war der Spuk vorbei und wir haben wieder unser leben gelebt! Wenn auch unter Schmerzen und Tränen und Trauer und Wut - aber es ging! Und soll ich Dir was sagen: aus dieser Zeit schöpfe ich heute noch - nach sovielen Jahren - Kraft!!!


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BeitragVerfasst: 15.06.2007, 16:11 
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Ich denke dass alle,die hier mitlesen deinen Schmerz sehr wohl verstehen können. Wir haben es erlebt, erleben es zum Teil immer noch. Mancher mag verzweifeln. Als mein Mann und ich unseren Sohn verloren haben, sind wir fast verrückt geworden. Man denkt, man wird verrückt. [b]Aber man wird es nicht.[/b]

Und auch Du wirst es schaffen! Auch wenn Du es jetzt nicht glaubst - Du WIRST es schaffen!


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BeitragVerfasst: 21.06.2007, 07:28 
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Immer wieder behaupten Eltern, LehrerInnen und ErzieherInnen, das Kind sei zu jung, um zu verstehen, was Tod bedeutet. Sie wollen es vor der Realität des Todes schützen und nicht mit etwas belasten, das es ihrer Meinung nach noch gar nicht erfassen kann.

Doch Kinder sind sich dieser Realität bewusster als Erwachsene annehmen. Sie haben je nach Alter ihre eigenen Vorstellungen von den Begriffen Leben und Tod.

Und ich denke, dass Dein Sohn genau spürt, wie schlimm jetzt alles für Dich ist. Wenn Du ihm nicht verheimlichst, dass Du weinen musst, kriegt er auch keine Angst, sondern weiss, worum es geht. Das wiederum gibt Dir vielleicht Kraft, diese entsetzliche Zeit zu durchstehen.

Ich wünsche Dir alles Gute!


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BeitragVerfasst: 22.06.2007, 07:46 
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Registriert: 20.01.2007, 14:06
Beiträge: 15
Wohnort: Berlin
Als meine Oma gestorben ist war ich ziemlich fertig und ich fand ganz schlimm, dass ich nicht gemerkt hatte, dass sie sterben muss. In der Zeit danach haben meine Eltern mit mir ganz oft darüber gesprochen, aber ich bin ja auch schon älter als dein Sohn, aber vielleicht hilft dir das ja und deinem Sohn auch.

Es tut mir so leid für dich und ich wünsche dir, dass du alles auf die Reihe kriegst.

_________________
Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es.


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BeitragVerfasst: 25.06.2007, 11:07 
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Registriert: 14.06.2007, 10:42
Beiträge: 2
Wohnort: Köln
Hallo! Vielen Dank für Eure Hilfe. Ich habe mich einigermassen gefangen, das muss ich auch. Jemand von Euch hat mir einen Spruch gemailt:

"Lange saßen sie dort und hatten es schwer,
aber sie hatten es gemeinsam schwer,
und das war ein Trost.
Leicht war es trotzdem nicht."

aus A. Lindgren: "Ronja Räubertochter"


Genau das ist es. Vielen Dank nochmal an Euch alle!


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BeitragVerfasst: 23.01.2008, 10:25 
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Registriert: 22.01.2008, 11:29
Beiträge: 21
Du muss wieder zu dir kommen dein kind brauch dich er ist noch ein kind du bist schon erwachsen du muss stark bleiben für dein kind so gibst du ihn kraft und er dir dann auch ich weiß das es schwer ist aber dein kind brauch dich.


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BeitragVerfasst: 23.01.2008, 11:11 
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Registriert: 22.01.2008, 11:24
Beiträge: 39
schön das du dich einigermaßen gefangen hast :) hoffe es geht dir jetz noch besser und kannst ein "normales" Leben führen.


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BeitragVerfasst: 23.01.2008, 11:18 
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Registriert: 22.01.2008, 11:26
Beiträge: 20
Freut mich das es dir besser geht..Das Leben geht für euch beide weiter. Dein Sohn braucht dich! Du schaffst das schon.. denke das schlimmste hast du ja jetzt hinter dir

Alles gute!


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