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 Betreff des Beitrags: Ich sehe Bilder, die ich nie gesehen habe
BeitragVerfasst: 16.01.2007, 12:24 
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Mein Schatz ist bei einem Unfall gestorben. Es war ein Autounfall und ich war nicht dabei (Das werde ich mir nie verzeihen!!!!!). Ich sehe immer die Bilder vom Unfall vor mir, obwohl ich gar nicht dabei war. Aber ich muss mir das immer vorstellen, diese letzten Sekunden und dabei werde ich wahnsinnig! Ich würde alles darum geben, hätte ich nur bei ihm sein können. Ich wäre mit Freuden mit ihm gemeinsam gegangen, aber nun ist er gegangen und ich bin hier alleine!


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BeitragVerfasst: 16.01.2007, 14:43 
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Liebe(s) Hoppel,

keiner weiß, wann sich diese Schlinge um die Brust lösen wird, aber sie wird sich lösen, irgendwann. Vielleicht denkt man dann tatsächlich nur noch mit einem Lächeln an die Geliebten. Aber eben erst irgendwann.

Jetzt ist es noch so, dass man fällt, bodenlos und ohne jede Hilfe - ich weiß, mir geht es nämlich genauso. Und ich habe nur die Hoffnung, dass es irgendwann einmal aufhören wird. Aber - ich gebe nicht auf!!! Alles Gute von mir an Dich - wir packen es!!!


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BeitragVerfasst: 16.01.2007, 18:53 
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Hi Hoppel

Ich würde dir raten andere bilder zu sehen, schau dir filme an, gehe öfters spazieren und irgendwann wirst du sicherlich die bilder vom unfall nicht mehr sehen... ich weiß du hattest sie noch nie gesehen aber man kann halt von jetzt auf morgen nichts machen.

Ich wünsche dir viel Kraft und viel Glück


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BeitragVerfasst: 16.01.2007, 19:39 
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Genau, die Alten Bilder durch neue ersetzten oder verschieben.
Ein Tipp von mir, beschäftige dich viel mit deiner familie, die können dich wahrscheinlich ein ganzes stück weiter bringen.

Geh lieber zu einem Artz wenn das oben genannte nicht helfen sollte.
Auch in wünsche dir viel Erfolg, du wirst es schon schaffen.


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BeitragVerfasst: 17.01.2007, 16:06 
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Hi Hoppel, ich weiß nicht, ob dir der Gedanke helfen kann: sieh mal, er ist dir nur vorausgegangen und eines tages, wenn es soweit ist, wirst du ihm hinterhergehen. Bis dahin aber musst Du noch durchhalten und deinen Weg gehen, so schwer es auch ist. Kneifen gilt nicht!!! Okay?


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BeitragVerfasst: 20.01.2007, 09:47 
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Ja vielen Dank Euch allen. Was mich aber immer so quält ist der Gedanke, dass ich hätte bei ihm sein müssen! Wir hatten es doch vor, gemeinsam alt zu werden oder wenigstens gemeinsam über diese Erde zu gehen und ich komme mir vor, als hätte ich ihn alleine gelassen. Das werde ichmir nie verzeihen!


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BeitragVerfasst: 29.01.2007, 12:01 
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Wohnort: Offenburg
Hallo Hoppel,

du brauchst dir nichts zu verzeihen, weil nicht du bestimmst, wann jemand gehen muss. Und nicht du bist verantwortlich für diese Entscheidung, sondern Gott oder das Universum oder Mutter Erde - such' dir was aus, DU jedenfalls bist es nicht. Also hast du auch keinen Einfluss auf das Schicksal.

Bitte lasse nicht zu, dass du Schuldgefühle entwickelst :!:

_________________
Wir gehen nicht unter in den Kämpfen, die wir verlieren, sondern in denen, die wir gar nicht erst antreten


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BeitragVerfasst: 29.01.2007, 15:41 
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Registriert: 23.01.2007, 09:25
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@Hoppel: du brauchst dir nichts zu verzeihen, da bin ich ganz der Meinung der anderen hier. Du bist schließlich nicht allwissend, sondern "nur" ein Mensch und kannst ja nicht hellsehen...

Dass du die Bilder nicht aus dem Kopf kriegst, ist "normal", das ist einfach so, dass du dir das einfach immer vorstellen musst, weil du ihn eigentlich noch ganz doll festhalten willst.

Oje, jetzt lese ich das hier und bin mir sicher, dass aber auch niccht annhähernd rüberkommt, was ich eigentlich sagen will.

Jedenfalls: das geht wieder weg. Das weiß ich aus eigener Erfahrung, die ähnlich war. Es geht wieder weg. das isst der einzige Trost, den ich Dir geben kann.

_________________
Denn ich schulde meinen Träumen noch das Leben


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BeitragVerfasst: 30.01.2007, 23:23 
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HI Bettwurst,

Zitat:
Oje, jetzt lese ich das hier und bin mir sicher, dass aber auch niccht annhähernd rüberkommt, was ich eigentlich sagen will.

es kommt genau rüber, was Du sagen willst, keine Frage. Ich stimme Dir auch zu.
Zitat:
das isst der einzige Trost, den ich Dir geben kann.

Und das reicht doch völlig. Uns gegenseitig Mut machen, das ist es doch, weshalb wir hier sind.

Ich fühle mich nicht mehr wie ausgestossen, wenn ich Eure Gedanken lese. Euch geht nämlich so wie mir und das ist ein Trost für mich. Es nimmt mir zwar nicht meine Schmerzen in der Trauer und mein Leid, aber es macht es mir leichter, den Verlust zu tragen, das dämliche Sterben zu ertragen und trotzdem hoffnungsvoll in die Zukunft zu blicken.

Wer nicht in einer Trauer ist, denkt doch sicher oft, wir hätten sie nicht mehr alle. Alle sind so unsicher im Umgang mit mir. Aber ich weiß jetzt, das ist normal so. Und so kann ich es aushalten.

Gute Nacht![/code]


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BeitragVerfasst: 15.03.2007, 14:53 
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Leute es ist jetzt zwei Monate her, seit ich diesen thread angefangen habe. das sind 60 Tage und 60 Nächte - und jetzt ist es endlich so, dass ich wenigstens nicht mehr die bilder sehe. Ich kann mich abends auch ins Bett legen und die Augen schließen ohne dass ich so einne Film sehe. Es ist noch nicht leicht, immer noch sauanstrengend, aber ich kanns packen.

Das wollte ich nur mal so sagen.


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BeitragVerfasst: 15.04.2007, 17:32 
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Hallo Hoppel,

schön zu lesen, dass es dir etwas besser geht. Ich schicke dir ganz viel Kraft für die nächste Zeit und hoffe, dass es weiterhin immer ein kleines Stück bergauf geht!

Alles Liebe,

Julia


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 Betreff des Beitrags: Der Todestag in zwei Wochen
BeitragVerfasst: 02.07.2007, 09:36 
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Beiträge: 10
Jetzt ist es bald ein halbes Jahr her - was mache ich an dem Tag? Ich habe Bedenken, dass ich mich entweder in Selbstmitleid ertränke oder völlig ausflippe und was verrücktes mache, was ich hinterher bereue! Kennt jemand sowas?


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 03.07.2007, 14:41 
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Beiträge: 32
Ich kenne das mein liebes Hoppelchen, und wir sind an dem Tag immer sehr behutsam miteinander und auch jeder mit sich selbst umgegangen. Einmal haben wir einen Kino-Tag gemacht, 3 Filme hintereinander, einmal sind wir in die Lüneburger Heide gegangen, wandern...eben immer das, was gerade Freude machte und ablenkte. Mittlerweile aber müssen wir uns nicht mehr ablenken, sondern begehen den Tag ganz unaufgeregt und bewußt.

Es ändert sich alles. Leider - und Gott sei Dank!


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 31.07.2007, 11:45 
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Hallo Hoppel, das ist ja nicht zu fassen, genau das was Christa schreibt, haben mein Freund und ich auch gemacht: Wir sind dreimal hintereinander in Kino gegangen, zwischendurch was essen, und: es war ein richtig schöner Tag. Ich werde es auch beim nächstenmal genauso wieder machen. Kann sein,dass das ein Davonlaufen ist, aber mir tut es gut und nur darauf kommt es doch an.


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BeitragVerfasst: 01.08.2007, 10:52 
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Registriert: 11.01.2007, 12:19
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Hallo Ihr Lieben, der Tag ist vorbei, er kam so grauend daher, aber als er dann da war, war alles halb so wild. Ich habe ihn einigermaßen bewußt erlebt, sage ich jetzt einfach mal so...Es gab eine wunderbare Überraschung: Freunde kamen, ohne vorher anzurufen und haben mich abgeholt, wir sind auf eine Tour durch die Landschaft gefahren, ausgestiegen, spazieren gegangen und haben auch GELACHT...komisch, nicht? Aber es war in Ordnung so und wird immer wieder auch so in Ordnung sein.

Wir sind die Überlebenden, allein.


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