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 Betreff des Beitrags: Ich will nicht zur Beerdigung
BeitragVerfasst: 07.02.2007, 16:57 
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Der Onkel meiner Freundin ist gestorben, ziemlich plötzlich. Ich möchte eigentlich nicht auf die Beerdigung, weil ich da ein Problem damit habe. Ich gehöre ja nicht zur Familie und finde, eine Bestattung sollte auch nur im Familienkreis geschehen.
Ist das wohl in Ordnung? Wenn ich nicht zur Beerdigung gehe? Und wie soll ich das am besten formulieren. Ich will da echt nicht hin. Danke schon mal für Eure Hilfe!


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BeitragVerfasst: 07.02.2007, 21:05 
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Hey!
Also ich denke, Du solltest das Deiner Freundin auch so sagen, wie Du das hier geschrieben hast. Da Du auch nicht zur Familie gehörst, sollte das meiner Meinung nach auch kein Problem sein. Hattest Du denn ein enges Verhältnis zu dem Onkel?


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BeitragVerfasst: 08.02.2007, 12:53 
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Hallo, wie eng war denn das Verhältnis zwischen Euch? Bist du eingeladen worden zur Beerdigung oder wie kommst du darauf, dass du irgendwas sagen musst?

Dass eine Beerdigung nur im Familienkreis stattfinden sollte, finde ich nicht. Schließlich sollten alle diejenigen Abschied nehmen, die den Verstorbenen gekannt hatten.

Aber du willst wahrscheinlich aus einem ganz bestimnten Grund nicht hingehen und überlegst nun, welche Argumente für deine Entscheidung sprechen könnten, oder? Du brauchst dich überhaupt nicht zu rechtfertigen - alles was du wegen der Beerdigung entscheidest, ist in Ordnung. Es gibt da kein Richtig oder Falsch :!: :idea:

Du solltest das der Familie - wenn sie fragt - aber schon erklären oder es ihr wenigstens bekannt geben. Sie werden garantiert dafür Verständnis haben.

Kopf hoch, wird schon!


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BeitragVerfasst: 08.02.2007, 18:09 
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Ja ehrlich gesagt, bin ich mehr oder weniger eingeladen worden: also nicht direkt ausgesprochen, aber irgendwie gehen alle davon aus, dass ich mitkomme.

@Christa,

danke, aber das ist nicht so einfach zu vertreten. Wie um alles in der Welt sage ich das bloß?


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BeitragVerfasst: 08.02.2007, 21:32 
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Hallo,


zunächst einmal ist zu sagen, dass es hier keine richtige oder falsche Entscheidung gibt, sondern nur eine die du persönlich vertrittst.
Du kannst es als auch Ehre ansehen eingeladen worden zu sein denn es signalisiert, dass du eben doch ein fester Bestandteil der Familie geworden bist und sie dich dabei haben möchte bei diesem sehr emotionalem und persönlichen Ereignis. Dies soll allerdings nicht bedeuten, dass du aufgrund dessen dorthin gehen musst. Hilfreich könnte eine Konversation mit deiner Freundin sein, so kannst du in Erfahrung bringen was sie davon hält.
Entscheidest du diese Beerdigung nicht zu besuchen so musst du dir keine ,,fiktiven" Gründe o.ä ausdenken sondern bei der Wahrheit bleiben und verkünden, dass du selber keine Beerdigung verkraften kannst. Denn ansonsten besteht vielleicht die Gefahr von ,,Gewissensbissen", dass du die Verwandschaft ,,belogen" hast in dieser schwierigen Zeit.

Letzendlich muss deine Entscheidung ,gleichwohl wie sie ausfällt, durchdacht sein und was am wichtigsten ist: Du persönlich musst mit ihr leben können.


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BeitragVerfasst: 09.02.2007, 03:49 
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Beiträge: 33
fleeting hat geschrieben:
Du kannst es als auch Ehre ansehen eingeladen worden zu sein denn es signalisiert, dass du eben doch ein fester Bestandteil der Familie geworden bist und sie dich dabei haben möchte bei diesem sehr emotionalem und persönlichen Ereignis.


Genau das trifft es auf den Punkt. Und weil es eben ein besonderes Zeichen der Familie ist, würde ich selbst da auch hingehen. Ich denke, es geht doch darum, den Onkel von dieser Welt zu verabschieden, ihm "das letzte Geleit" zu geben. Hört sich doof an, ist aber eine schöne Sache. Und ich glaube, das hat fast jeder Mensch verdient, dass man ihn auf seinem letzten Weg begleitet.

Wenn Du aber ein zu großes Unbehagen spürst dabei, dann solltest Du wirklich nicht hingehen Und wie fleeting sagt: dann sage die Wahrheit, damit Du später kein schlechtes Gewissen hast.

Ich kann Dich gut verstehen und wünsche Dir die richtige Entscheidung!

Gruß Melanie


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BeitragVerfasst: 12.02.2007, 20:50 
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Hallo,


mich würde interessieren wie denn nun die Entscheidung des Betroffenen ausgefallen ist. Natürlich kann ich nachvollziehen wenn es dieser nicht bekannt geben möchte. Ich wünsche dir auf jeden Fall, dass du die richtige Entscheidung getroffen hast.
Denn wir meine Vorredner schon feststellten ist es sehr wichtig für die Zukunft, dass du mit dieser auch leben kannst und dir selber nie Vorurteile machen musst.


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BeitragVerfasst: 14.02.2007, 05:50 
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Beiträge: 4
Guten Morgen Ihr Alle,

ich war gestern auf der Beerdigung, zusammen mit meiner Freundin, weil ich dochnicht den Mut gefunden hatte, ihr abzusagen. Weil sie mir Leid getan hat. Und weil ich dann auch gedacht habe, dass man auf eine Beerdigung geht, weil man jemanden die letzte Ehre erweisen will und nicht für sich selbst.

Es war blöd, so traurig und kalt, aber ich bin froh dass ich gemacht habe. Es ist einfach blöd, andere Menschen weinen zu sehen.

Na ja.


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BeitragVerfasst: 14.02.2007, 10:00 
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Liebe Morgenfee: Glückwunsch dafür, dass Du doch hingegangen bist. Ich finde das großartig und freue mich, weil es der Familie Deiner Freundin und Deiner Freundin selbst ganz bestimmt sehr gut getan hat. Woanders hier in diesem Forum ist schon darüber gesprochen worden, wie sich Nachbarn oder Freunde bei einem Todesfall verhalten haben. Du gehörst zu denen, die sich da wirklich gut verhalten haben.


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BeitragVerfasst: 15.02.2007, 11:07 
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Hi, ich war früher NIE auf Beerdigungen, das wollte ich einfach nicht, wahrscheinlich aus Feigheit denk ich mal. Aber wie es so ist seitdem ich selbst, erlebt habe wie es ist als trauernder Mensch: ich habe es gelernt, das könnt ihr mir aber glauben. es gehört sich einfach, finde ich (heute).

Wie sich alles ändert...


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BeitragVerfasst: 15.02.2007, 16:17 
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Beiträge: 32
Zitat:
Hi, ich war früher NIE auf Beerdigungen,


Das könnte von mir sein. Ich war zwar mal auf Beerdigungen, aber öfter war ich nicht da. Aber ich sage immer: das war in einem früheren Leben. Da war bei mir sowieso ALLES anders. Wie in einem anderen Universum, heute ist alles andersrum. Da wo früher ein Anlass zur Freude war, ist heute keiner mehr und daran muss man sich erstmal gewöhnen.


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BeitragVerfasst: 15.02.2007, 18:17 
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Hallo zusammen,


ich finde Beerdigungen sind in jedem Fall etwas sehr bewegendes, da hinter jeder ein Verlust steht, in jeglicher Hinsicht. Ich denke es hilft wenn man nicht bewusst versucht diese über sich ergehen zu lassen. Man sollte all seinen Gefühlen freien Lauf lassen, egal in welcher Art.
Auch bei Verstorbenen die man persönlich nicht selber kannte , aber durch Bindungen anderer Art einen Bezug hat, ist es respekvoll zu erscheinen. Auch um etwaigen Vorwürfe, eigene oder von Fremden, keine Fläche bieten zu können.


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BeitragVerfasst: 21.02.2007, 17:56 
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Wohnort: Deutschland
Hallo morgenfee,


ich bin froh eine Entscheidung deinerseits zu hören ,gleichwohl wie sie ausgefallen ist. Ich denke du hast die richtige Wahl getroffen und wirst es auch selber merken. Falls du es doch bereuen solltest.. dann hast du dennoch an ,,Erfahrung" gewonnen in Zukunft mit solchen Situationen umgehen zu können.


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BeitragVerfasst: 26.02.2007, 08:12 
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Beiträge: 4
Guten Morgen,

je länger die Beerdigung zurückliegt, desto mehr freue ich mich, dass ich mich überwunden habe und zur Beerdigung gegangen bin, denn in den letzten Tagen habe ich in der Familie meiner Freundin mitbekommen, wie wichtig ihr das Ganze gewesen ist und da bin ich heilfroh, dass ich mich nicht selbst ausgeschlossen habe sondern ihn beigestanden bin.

Und wenn das hier jemand liest, dann kann ich nur dazu raten, sich nicht zu entziehen, sondern beizustehen, auch wenns schwerfällt.


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BeitragVerfasst: 23.01.2008, 10:31 
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Also ich denke nicht das es ein problem wäre wenn du dabei wärst so zeigst du deiner freundin das du für sie da bist egal in was für einer situation sie ist.


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