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 Betreff des Beitrags: Kriege mich nicht in den Griff!
BeitragVerfasst: 11.01.2007, 10:36 
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Hallo,
jetzt hat das neue Jahr begonnen, eigentlich ein Zeitpunkt, um mutig in die Zukunft zu schauen, aber ich bin so kraftlos und kriege mich emotionell nicht in den Griff. Ich habe mir z.B. ein Buch über Trauer besorgt, aber ich kann es einfach nicht anfangen zu lesen. Eigentlich möchte ich gerne Hilfe, aber schon die Ratschläge will ich dann doch nicht hören. Das ist alles so durcheinander.


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BeitragVerfasst: 11.01.2007, 11:32 
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Lieber Waldschrat,

ich verstehe Dich total, das ist die Hölle, aber Du musst einfach versuchen, diese Trägheit zu überwinden, sonst kommst Du noch eine richtige Depression und dann hast Du ohne ärztliche Hilfe überhaupt keine Chance mehr!


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BeitragVerfasst: 11.01.2007, 12:17 
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Lieber Waldschrat,

ich freue mich zwar darüber, dass Christa D. Dir helfen möchte, doch ich selbst bin nicht der Meinung, dass Du irgendetwas "musst". Sie hat zwar nicht ganz Unrecht, wenn sie Dich vor einer tiefgehenden Depression warnt. Soetwas kann sicher nur ein Arzt behandeln. Von daher wäre es sicherlich angebracht, dort einmal nachzufragen. Ansonsten aber ist es ganz alleine Dir überlassen, wie Du trauerst. Dazu gehört auch eine solche Phase, in der man zu nichts Lust hat, sich nicht aufraffen kann, etwas zu tun usw.

Wenn Du andere Trauernde fragst, werden Dir viele von ihnen bestätigen können, dass sie auch eine solche Phase durchlebt haben. Es ist für viele Menschen etwas neues, eine solche Situation "auszuhalten".

_________________
Kai Sender
memoriam.de


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BeitragVerfasst: 11.01.2007, 14:39 
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Wohnort: Ibbenbüren
Versuche bitte, geduldig mit Dir selbst zu sein und verlange nichts von Dir. Das Einzige, was jetzt zählt, bist DU und sonst nichts und niemand. Es gibt keine Vorschriften und Du darfst

    tun
    lassen
    denken
    fühlen
    sagen
    schreien
    weinen
    heulen
    brüllen
    hören

was, wie, wo, warum, wann DU willst.

Klar?

_________________
Der Tod ist nicht das Ende. Hoffentlich!


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BeitragVerfasst: 12.01.2007, 09:14 
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Wow, Ottifantin, so klar habe ich das noch nie jemanden zu einem Trauernden sagen hören. Ich nehme das einfach auch mal für mich mit!


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BeitragVerfasst: 12.01.2007, 13:14 
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Beiträge: 14
Wohnort: Berlin
Ja auch ich kann das ganz gut gebrauche, man muss ja nicht ewig so sein, dann würde das bestimmt den Mitmenschen ganz schön auf die Nerven gehen, aber jetzt und momentan finde ich das ganz in Ordnung.


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BeitragVerfasst: 27.01.2007, 12:01 
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Hallo Ihr Bande!! :wink:

Jetzt ist es fast zwei Wochen her, dass ich hier reingeschrieben habe. Damals war ich so was von auf'm Tiefpunkt, das glaubt man ja nicht. Seitdem ist viel passiert...quatsch, stimmt ja gar nicht: sooo viel ist gar nicht passiert - eigentlich ist nur Zeit vergangen in meiner Trauer...noch nicht mal viel, aber ich bin schon seit einigen Tagen ganz gut drauf: vorbei mit Depression, Wut, Tränen, Angst, und den ständigen Gedanken an das Grab und den Sarg...

Ich habe mir hier - Werbung an: - Trauer erschließen. Eine Tafel der Gezeiten vom Von Hospiz Verlag - Werbung aus: - geholt und das ist das erste Buch gewesen, dass ich in der letzten Zeit gelesen habe. Ich habe zwar nicht alles so genau verstanden, aber immerhin konnte ich mich ohne auszuflippen mit meiner Trauer beschäftigen.

Heute bin ich ganz zuversichtlich aber auch heilfroh, dass die heftige Phase nun endlich vorbei ist.


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BeitragVerfasst: 29.01.2007, 08:45 
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Na, wenn das keine gute Nachricht zum Wochenauftakt ist: bravo...du hast da ja lange eine echt blöde Situation ausgehalten, total gut! Sowas wird wahrscheinlich immer wieder mal vorkommen, aber jetzt weißt Du ja, wie du damit umgehen kannst! Weiter so, wir schaffen das!

_________________
Kein Weg ist lang, mit einem Freund an der Seite.


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BeitragVerfasst: 30.01.2007, 11:58 
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Wohnort: Ibbenbüren
Tja mein lieber Waldschrat, das war richtig gut, wieder von dir zu lesen. Du hast es also fürs erste geschafft, da wieder rauszukommen. Weiter so! Ich kann Dir versichern, aus allen anderen Tiefs wirst du auch wieder rauskommen, genauso wie beim erstenmal - mir ist das schon zur Gewohnheit geworden :wink:

_________________
Der Tod ist nicht das Ende. Hoffentlich!


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BeitragVerfasst: 16.02.2007, 16:15 
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Jetzt ist schon wieder Zeit vergangen, immer noch geht es mir besser als noch am Jahresanfang und ich blicke eigentlich ganz mutig nach vorne, aber im Moment habe ich ein bisschen Angst vor dem Wochenende. Da ist man ja eigentlich fröhlich, weil man frei hat und so, aber ich habe eigentlich keine Lust auf die kommenden freien Tage. Viel lieber würde ich irgendwas tun, wo ich wirlklich eingespannt wäre und wo die Zeit ganz schnell vergehen würde. Na ja.


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BeitragVerfasst: 16.02.2007, 17:46 
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Wohnort: Weißenburg
Hallo Waldschrat

Mir geht es wie Dir,was hab ich mich immer auf das freie Wochenende gefreut zusammen mit meinem Mann und jetzt hab ich wie Du Angst vor dem Wochenende,vor dem allein sein ohne ihn.
Ich bin auch lieber voll eingespannt,da vergeht die Zeit schneller.
Ich freue mich immer wenn Montag ist.

LG Karin


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BeitragVerfasst: 21.02.2007, 18:05 
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Beiträge: 20
Wohnort: Deutschland
Hallo waldschrat,


du hast selbst gemerkt, dass innerhalb dieses Zeitraums eine Verarbeitung deiner Trauer stattfand und es positiv wahrnimmst. Was dich in schwierigen Stunden Kraft schöpfen lassen wird ist das Wissen, dass dieser traurige Zustand nicht von Dauer sein wird. Nutze die gewonnene Kraft um diese Zeitpunkte zu überstehen und dur wirst immer weiter Fortschritte feststellen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Kriege mich nicht in den Griff!
BeitragVerfasst: 12.12.2007, 08:28 
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Registriert: 11.01.2007, 10:20
Beiträge: 10
waldschrat hat geschrieben:
Hallo,
jetzt hat das neue Jahr begonnen, eigentlich ein Zeitpunkt, um mutig in die Zukunft zu schauen, aber ich bin so kraftlos und kriege mich emotionell nicht in den Griff. Ich habe mir z.B. ein Buch über Trauer besorgt, aber ich kann es einfach nicht anfangen zu lesen. Eigentlich möchte ich gerne Hilfe, aber schon die Ratschläge will ich dann doch nicht hören. Das ist alles so durcheinander.


So, heute habe ich mal wieder hier hineingeschaut. Jetzt ist ja fast ein Jahr vorbei, soviel ist geschehen...mittlerweile habe ich nicht nur das eine Buch über Trauer gelesen, sondern auch noch drei andere - da mal ein Lob an die Betreiber dieser Seite und ihre Bücherliste von amazon. ! hat mir sehr geholfen, man ist ja doch ziemlich auf sich alleine gestellt sonst. Vor einem Jahr dachte ich noch, ich würde mich überhaupt nicht mehr in den Griff kriegen, das war wirklich eine schwere Zeit. Tod und Trauer sind die schrecklichsten Themen im Leben, da hilft alles nichts.

Jetzt geht es mir "gut" - obwohl es mir nie mehr so gut gehen wird wie vorher. Ich habe für mich persönlich zwei Zeitrechungen: eine "vorher" und eine "nachher". Manchmal sehne ich mich nach der unschuldigen Zeit "vorher" zurück. Was heißt manchmal, eigentlich andauernd.

Aber ich habe den Dreh trotzdem gekriegt und kriege es jetzt auch auf die Reihe.

Ich bin gespannt, wie sich das alles noch entwickeln wird.

Vielen Dank für Euer Zuhören.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 23.01.2008, 10:29 
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Registriert: 22.01.2008, 11:24
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Na das läßt mich ja hoffen. Es ist zwar schon einige Monate .. naja 3 um genau zu sein vorbei aber es schmerzt noch ungemein. Das mit den Wochenenden kann ich ganz klar nachvollziehen.. man ist fertig, hat frei, hat zeit zudenken. Und wenn man denkt denkt man an Sachen an die man nicht denken möchte und so führt eins zum anderen.
Hoffe das geht so schnell wie bei dir das ich mich aufrappeln kann und mein Leben wieder einigermaßen normal leben kann.

Freue mich für dich das du deinen Weg gefunden hast und es dir besser geht :)


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