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 Betreff des Beitrags: geliebter Vater gestorben
BeitragVerfasst: 10.03.2007, 20:30 
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Registriert: 10.03.2007, 20:13
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Hallo

Am Dienstag vor 2 Wochen ist mein Vater gestorben. Ende Januar haben wir erfahren, dass er Krebs hat. Sein Tod kam dennoch überraschend, sie hatten erst am Montag mit der Chemo begonnen. Mein Bruder ist 20 und ich bin 24. Vater hat uns eine Fabrik hinterlassen, ich habe erst letzten Sommer angefangen bei ihm zu arbeiten...im Büro. Von den mechanischen Dingen habe ich eigentlich keine Ahnung. Mein Bruder ist noch in der Ausbildung.

Unsere Mutter ist vor 10 Jahren gestorben...sie wollte es so. Vater war immer für uns da. Hier (in der Schweiz) haben wir keine Verwanten mehr. Vaters Brüder und ihre Familien leben in Australien...unsere Tante lebt in Deutschland, 7 Stunden Fahrzeit von hier. Eine Oma haben wir noch hier...doch wir sind von ihr abhängig...sie hat viel Geld in der Firma...sie lässt es uns auch spüren...kein Trost, nur mehr Stress und Ängste.

Vater hat Tag und Nacht für die Firma gearbeitet, ich kann nicht einfach davon laufen. Doch es wird mir alles zu viel. Wir haben niemanden mehr. Nur mit einem Freund meines Vater kann ich reden, er hilft mir in der Fabrik...seine Frau ist auch lieb...doch ich traue mich nicht richtig mit ihnen über meine Gefühle zu sprechen. Es ist alls so leer...ich weiss nicht wie wir ohne Papa weiterleben kann...


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BeitragVerfasst: 12.03.2007, 02:39 
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Lieber Naurana,

es ist eine schreckliche Situation, in der du jetzt bist, alles so unendlich traurig. Das alleine würde ja schon reichen, um einen fertig zu machen, aber bei dir kommt auch noch der Streß mit der Fabrik und den ganzen Abhängigkeiten, die das alles mit sich bringt, dazu.

Ich rate dir, sprich einmal mit dem Freund deines Vaters und seiner Frau. So ein Gespräch anzufangen scheint erstmal schwierig, aber in einer solchen Situation wird sich das eine durch das andere ergeben, und ehe du dich versiehst, hast du schon wertvolle Hinweise erhalten und vor allem - Anteilnahme erfahren. Das ist gerade jetzt für dich sehr wichtig. Die Gefühle machen einen manchmal fertig, besonders bei einem so wertvollen Verlust, wie du ihn erlitten hast. Ich entnehme deinen Zeilen nämlich, dass dein Papa ein toller Kerl war. Nun müsst ihr ohne auskommen.

Aber: das werdet ihr schaffen. Denn ihr seid die Söhne dieses wunderbaren Mannes - und ein Teil von ihm ist in Euch!


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BeitragVerfasst: 12.03.2007, 18:13 
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Beiträge: 32
WOW!!!
Zitat:
Aber: das werdet ihr schaffen. Denn ihr seid die Söhne dieses wunderbaren Mannes - und ein Teil von ihm ist in Euch!

Das ist ein traumhafter und wahrer Satz - und das kann nicht nur Dir, Naurana, Mut geben, sondern auch mir und überhaupt allen, die hier im Forum nach Trost suchen. Danke!


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BeitragVerfasst: 13.03.2007, 09:04 
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Hallo, ich habe vor über einem Jahr - fast schon eineinhalb - meine Mutter verloren unbd kann dich absolut verstehen. auch mir ging es ganz schrecklich. manchmal tut es das auch heute noch. aber es wird besser und ich kann nur versuchen dich zu trösten. Alles wird besser und eines Tages wachst du auf und es ist alles gar nicht mehr so schlimm. Das weiss ich aus eigener Erfahrung, also das sind nicht nur so Sprüche...

Alles Gute und Kopf hoch!!


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BeitragVerfasst: 13.03.2007, 21:48 
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Registriert: 10.03.2007, 20:13
Beiträge: 3
Ich danke euch.

Melanie: Heute Abend waren wir bei dem Freund und seiner Frau zum Essen, doch ich konnte wieder nicht wirklich etwas sagen...ich war ganz still...irgendwie geht es nicht...vielleicht auch, weil mein Bruder dabei war, was natürlich schön ist, doch ich möchte ihn nicht beunruhigen...er hat selbst genug mit der Situation zu kämpfen.

Du hast recht, er war ein toller Kerl.

übrigens...ich bin eine sie, eigentlich nicht so wichtig, aus meinem Namen auch nicht wirklich ersichtlicht, ich wollte es dich nur wissen lassen.

liebe Grüsse...


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BeitragVerfasst: 14.03.2007, 12:58 
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Registriert: 03.01.2007, 16:54
Beiträge: 33
Zitat:
übrigens...ich bin eine sie

Schäm...scharr...scharr... :oops:


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BeitragVerfasst: 14.03.2007, 23:10 
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Registriert: 10.03.2007, 20:13
Beiträge: 3
Melanie hat geschrieben:
Zitat:
übrigens...ich bin eine sie

Schäm...scharr...scharr... :oops:


oh nein, tu das bitte nicht...was du geschrieben hast ist so lieb.

Heute war ich allein bei den beiden Freunden, es ging schon besser. Morgen Abend fahre ich zu meiner Tante nach Deutschland, ein paar Tage weg von dem ganzen hier wird mir sicher gut tun. Mein kleiner Bruder wird zu einer Freundin gehen, er wird auch nicht alleine sein.

liebe Grüsse...


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BeitragVerfasst: 24.01.2008, 11:54 
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Registriert: 22.01.2008, 11:24
Beiträge: 39
Hallo,
Das ist eine sehr schlimme Situation und es tut mir leid was du da durchmachen musst. Aber den kopf nicht hängen lassen das wird schonirgentwie. Das mit deiner Oma ist auch schrecklich .. scheint eine knallharte geschäftsfrau zu sein(wie man so sagt) wie sich das so anhört.
Denke aber euch gehts jetz fast 1 jahr später besser.
Und das du jetz leichter und besser über die Sache reden kannst.

Belib stark alles gute
Andi


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BeitragVerfasst: 25.01.2008, 09:31 
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Registriert: 22.01.2008, 11:29
Beiträge: 21
Hallo was du durch gemacht ist ja schlimm gewesen das tut mir sehr leid aber du darfst dein kopf nicht hängen lassen nicht aufgeben immer weiter machen wenn du jemanden zum reden brauchst wir sind da.


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BeitragVerfasst: 25.01.2008, 09:53 
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Registriert: 22.01.2008, 11:26
Beiträge: 20
Mein Beileid, aber du machst das gut!! Wie waren die Tage bei deiner Tante?
Wie gehts dir jetzt?

Lass mal was von dir hören ;)

Alles Gute


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