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 Betreff des Beitrags: Meine Kraft ist verbraucht
BeitragVerfasst: 09.02.2007, 22:08 
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Registriert: 09.02.2007, 21:57
Beiträge: 2
Wohnort: Koblenz
Mein Leben ist vorbei. Ich kann nicht begreifen und sitze hier jeden Tag und weine bis ich nicht mehr kann. Morgens will ich gar nicht mehr aufstehen und habe Horror vor dem kommenden Tag, ich habe keine Lust mehr aufzustehen, mich dem Tag und dem Leben zu stellen. Ich sehne mich danach zu schlafen und möchte gar nicht mehr aufwachen. Ich weiß nicht was ich tun soll.

Das was mein Leben ausmachte, mein unendlich lieber großartiger wichtiger Schatz, meine ganze Existensgrundlage, ist tot und ich bin es auch, nur ich bin noch am Leben.

Versteht mich jemand?


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BeitragVerfasst: 10.02.2007, 00:37 
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Registriert: 08.02.2007, 21:16
Beiträge: 20
Wohnort: Deutschland
Hallo tanne


Es ist gut, dass du einen Weg ins Forum für Gleichgesinnte gefunden hast und du wirst feststellen, dass es wirklich etwas hilft eben mit solchen Menschen zu kommunizieren.

Natülich verstehe ich dich und dein Gefühlsleben ,soweit ich mir das anmaßen darf. Der Verlust eines Menschen mit dem man eine tiefe persönliche Verbindung hatte ist für uns einfach denkene Menschen zunächst nicht nachvollziehbar.
Daher zweifeln wir an alles und jedem und denken zum Teil nicht mehr rational.
Dies liegt daran, dass wir sehr große Probleme damit haben den Verlust zu verarbeiten. Dies vollständig zu tun wird nicht möglich sein. Wir können aber lernen damit umzugehen, auch wenn es zunächst nicht möglich erscheint.
Manch einer erreicht dies durch Therapien, jemand anders versucht den Alltag beizubehalten. Alles haben das gleiche Ziel: Die Trauer als Teil des Lebens akzeptiern aber nicht das Leben zur Trauer werden zu lassen.

Du schreibst, dass du nich mehr aufwachen möchtest und du innerlich tot bist.
Doch musst du dich fragen, ob dein Partner gewollt hätte, dass du ein ,,trostloses" Leben weiterführst. Es klingt eventuell anmaßen von mir doch sei dir gewissen, dass ein liebender Partner stets das Beste für den anderen will.
Es wird seine Zeit dauern bis du den Verlust so weit verarbeitet hast, dass ein vernünfites Maß an Hoffung und Selbstvertrauen zurückkehrt und du wirst bis dahin verschiedene Höhen und Tiefen erleben müssen.

Ich würde mich freuen wenn du uns im Forum erhalten bleibst


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BeitragVerfasst: 10.02.2007, 11:10 
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Site Admin

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Beiträge: 21
Wohnort: Bremen
Liebe Tanne,

erstmal umarme ich Dich ganz fest. Die Situation, in der Du Dich befindest, ist grausam und schrecklich, und jeder, der schon einem einen geliebten Menschen verloren hat, weiss genau und aus eigener Erfahrung, wie Du Dich fühlst.

Ich kann Dir nicht sagen, wann es vorbei sein wird mit dem fehlenden Lebensmut, wann es Dir wieder besser gehen wird. Aber was ich Dir sagen kann, dass es Dir wieder besser gehen wird.

Was Du jetzt durchlebst, ist einer der Phasen einer Trauer, und sie gehört bei jedem Trauernden dazu, manchmal nur kurz, manchmal länger.

Ich würde Dir gerne ein Rezept dagegen verschreiben, aber es gibt keines. Nur einen Rat möchte ich Dir wirklich ans Herz legen: Suche Dir professionelle Hilfe, Menschen, die sich mit einer solchen Lebenssituation auskennen. Auch in Deiner Nähe wirst Du jemanden finden.

Ich wünsche Dir alles Gute, gib nicht auf!

_________________
Kai Sender
memoriam.de


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BeitragVerfasst: 11.02.2007, 09:23 
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Registriert: 14.01.2007, 09:56
Beiträge: 19
Wohnort: Weißenburg
Hallo Tanne

Ich umarme Dich auch ganz fest und schicke Dir ganz viel Kraft denn die wirst Du brauchen.
Ich kann Dich sehr gut verstehen,denn mir ging es genauso,mein Lebensinhalt mein geliebter Schatz ist vor 10 Wochen von mir gegangen.
Morgens wenn ich aufgewacht bin hätte ich mir am liebsten wieder die Decke über den Kopf gezogen und wieder geschlafen,nur damit ich mich dem Leben nicht stellen muß.Auch heute geht es mir noch an manchen Tagen so,wenn ich aufwache und das Bett neben mir ist leer.Aber es hat schon etwas nachgelassen.
Ich kann Dir nur wie meine Vorredner auch raten,suche Dir profesonelle Hilfe,mir hat das etwas geholfen,der Schmerz wird immer bleiben den kann Dir keiner nehmen,er wird nur etwas weniger mit der Zeit der Trauer.

Ich wünsche Dir alles Gute.

LG Karin


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BeitragVerfasst: 12.02.2007, 10:13 
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Registriert: 09.02.2007, 21:57
Beiträge: 2
Wohnort: Koblenz
Dank Euch, ich hatte es hier schon gelesen und es ist so: ist das Wochenende erstmal vorbei, wirds besser. Das beste wäre, man würde arbeitssüchtig werden, nur noch arbeiten und garnicht mehr denken. Mir gehts unverändert, es ist schrecklich. Das mit dem Hilfesuchen werde ich mir noch überlegen, wahrscheinlich eher nicht. Trotzdem danke für alles!


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BeitragVerfasst: 12.02.2007, 13:50 
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Registriert: 03.01.2007, 16:54
Beiträge: 33
Liebe Tanne, das hört sich für mich so an, als ob Du alleine wärst. Hast Du keine Familie? Hast Du Freunde, mit denen Du darüber reden kannst? Ich habe folgendes germerkt: alleine ist man zu schwach für bestimmte Lebensphasen, da braucht man einfach Hilfe von aussen, von jemanden, der eine ganz andere Sichtweise haben kann, weil er selbst nicht direkt betroffenist.

Ich kann Dir nur empfehlen, Dir Hilfe zu holen. Das ist keine Schande, sondern Klugheit!

Nur Mut, Du schaffst das!


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BeitragVerfasst: 12.02.2007, 20:59 
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Registriert: 08.02.2007, 21:16
Beiträge: 20
Wohnort: Deutschland
Hallo tanne


dein Wunsch nach ,,arbeitssüchtig" werden ist zumindest im Zustand deiner aktuellen Phase nicht hilfreich. Du würdest , bewusst, eine Verdrängung deines Gemützustandes erzeugen und dich der Gefahr hingeben den sich daraus ergebenden Druck nicht standhalten zu können. Verstärkt wird dieser Effekt dadurch, dass du anscheinend ,zumindest vorläufig, den Entschluss gefällt hast diesen Weg alleine zu beschreiten.
Ich kann dir nur raten ,wenn es keine professionelle Hilfe sein soll, unbedingt Personen in den Prozess der Verarbeitung zu involvieren zu denen du eine Bindung hast die auf [b]gegenseitigem[/b] Vertrauen beruht.


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BeitragVerfasst: 13.02.2007, 03:28 
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Beiträge: 14
Wohnort: Rheinberg
Tanne, ich kann mich nur den Ratschlägen der Leute hier anschließen, bleib mit deinen Gedanken nicht alleine, geh zu Freunden, Nachbarn, Kollegen, Vereinskameraden oder oder oder....egal, geh irgendwohin! Es ist nicht gut, in einer solchen Verfassung alleine zu sein, glaub mir: ich weiss, wovon ich rede! Alles Gute!


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BeitragVerfasst: 13.02.2007, 12:10 
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Beiträge: 11
Wohnort: Osnabrück
Hallo Tanne, nur wenn du willst, solltest du auch wirklich etwas machen. Ich habe natürlich Mitleid mit dir und würde dir gerne helfen, aber ich weiss auch durch eigene Erfahrung, dass jeder Mensch auf seine eigene Art und Weise trauert und ich denke, du hast momentan eben die Phase, wo du kurz vor dem Zusammenbruch stehst.

Du kannst nicht ohne Unterbrechung trauern und weinen, das würde schon dein Körper nicht aushalten. Die Seele lässt vielleicht nur immer das hoch, was du gerade noch ertragen kannst. Du musst auch Tage haben, an denen zu ein wenig durchatmen kannst, wieder Licht am Horizont sehen kannst. Anders denke ich mir wäre es gar nicht zu ertragen. Und das wird auch so kommen. Irgendwann, vielleicht schon in den nächsten Tagen, wird es bei dir einen Stimmungswandel geben.

Jedenfalls wünsche ich dir das!

_________________
Kein Weg ist lang, mit einem Freund an der Seite.


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BeitragVerfasst: 15.02.2007, 18:24 
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Hallo tanne,


auch ich kann mich nur den Ratschlägen meiner Vorredner anschließen.
Solltest du keine andere Bezugsperson haben ist es nötig sich an externe Hilfe zu wenden. Du magst nicht recht daran glauben, dass irgendjemand etwas an deinen Leiden zu verändern mag doch wirst du , nach einer Zeit, genau das Gegenteil feststellen. Der Versuch eines alleinigen Prozess der Trauerverarbeitung ist viel zu riskant und droht bei Scheiterung mit nicht abzusehbaren Folgen.

Bitte versuch es.


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BeitragVerfasst: 21.02.2007, 18:00 
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Beiträge: 20
Wohnort: Deutschland
Ich hoffe inständig, dass du diesen Beitrag hier liest tanne.
Ich würde mich freuen wenn du es wieder zurück schaffst in das Forum und uns wissen lässt wie du die schwierige Situatuin handhabst. Es wird nicht nur dir helfen ein Stück zu verarbeiten, sondern auch Leuten die nur stille Mitleser sind.


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BeitragVerfasst: 24.01.2008, 12:14 
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Mache mir sorgen um dich tanne.. hoffe mal dir gehts gut und hast dich doch noch überwinden können hilfe anzunehmen, zu suchen.


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BeitragVerfasst: 25.01.2008, 09:25 
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Es tut mir sehr Leid für dich sehr sogar.
Aber was mir nicht gefällt du lässt dich zu sehr hängen das finde ich falsch von dir du muss versuchen weiter zu leben raus aus deinem bett geh raus habe die schönen erinnerungen von dem menschen er ist immer bei dir er beobachtet und ich denke er wäre sehr traurig darüber dich so zu sehen.


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BeitragVerfasst: 25.01.2008, 09:43 
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Wäre beruhigend wenn du dich nochmal melden würdest ist ja jetzt schon ne weile her..

Alles Gute!


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BeitragVerfasst: 25.01.2008, 13:35 
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Registriert: 22.01.2008, 10:19
Beiträge: 20
Hallo tanne,


sicherlich wird es für dich nicht einfach sein, sicherlich wird es in dir schmerzen, und dieses Gefühl wird auch wohl möglich dich dein ganzes Lebenlang begleiten. Du hast gelernt mit ihm zusammen zu leben und mit der Zeit wirst du auch lernen oder auch besser gesagt lernen müssen ohne ihn zu leben, was natürlich nicht heißt, dass er nicht mehr da ist, er ist da vielleicht nicht körperlich vor deinen Augen, aber er ist in deine Herzen, in deinen Erinnerungen, was dir niemand wegnehmen kann.


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